Was sind „falsche Kundinnen“ – und warum sie dein Business ausbremsen
- tradetzky
- 11. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Dez. 2025

Viele Unternehmerinnen kennen dieses Gefühl:
Man arbeitet, gibt alles, hält Termine frei, schreibt Angebote, antwortet abends noch auf Nachrichten – und trotzdem fühlt sich die Zusammenarbeit schwer, zäh und unbefriedigend an.
Am Ende bleibt wenig übrig:
wenig Geld, wenig Freude, wenig Energie.
Und häufig entsteht dann der Gedanke:„Liegt das an mir?“
Nein. Es liegt sehr oft daran, dass du mit falschen Kundinnen arbeitest.
Was macht falsche Kundinnen aus?
„Falsch“ heißt nicht „schlechte Menschen“.
Es heißt:
Sie passen nicht zu deinem Business, deinen Werten und deiner Arbeitsweise.
Falsche Kundinnen sind oft:
1. Unklar
Sie wissen nicht, was sie wollen – und erwarten von dir, dass du es für sie herausfindest.
Du wirst zur Problemlöserin für Dinge, die außerhalb deines Angebots liegen.
2. Fordernd
Sie haben viele Erwartungen, wenig Geduld, wollen sofort Ergebnisse – und am liebsten alles „mal eben schnell“.
3. Anstrengend
Nicht, weil sie böse sind – sondern, weil ihre Energie nicht mit deiner harmoniert.
Du bist permanent im Reagieren statt im Gestalten.
4. Bringen wenig Ertrag
Und das ist oft der frustrierendste Punkt.
Ein häufiges Beispiel aus unserem Bereich:
Sie wollen z.B. einen Flyer.
Auf den ersten Blick klingt das harmlos. Doch oft wollen sie keinen strategischen Prozess, der dahintersteht:
Wer ist die Zielgruppe wirklich?
Welche Botschaft soll transportiert werden?
Wie passt der Flyer ins Gesamtkonzept des Marketings?
Sie suchen also nur eine Umsetzerin, die das Handwerk erledigt, ohne sich um Strategie, Positionierung oder Wirkung Gedanken zu machen.
Das hat gleich mehrere Folgen:
Preisverhandlungen und Widerstand: Da solche Kunden den Wert der strategischen Arbeit nicht erkennen, sind sie selten bereit, den angemessenen Preis zu zahlen. Sie motzen, handeln runter oder zögern, etwas umzusetzen.
Mangelnde Ergebnisse: Ohne Strategie ist das Ergebnis oft oberflächlich und erreicht nicht die gewünschte Wirkung.
Risiko für dein Image: Wenn nur umgesetzt wird, ohne Konzept oder klare Abstimmung, kann die Arbeit nicht die gewünschte Wirkung erzielen. Im schlimmsten Fall liefert man eine mittelmäßige Leistung ab – und die Kundin ist unzufrieden. Das kann zu negativer Mundpropaganda führen.
Als Expertin willst du ja mehr leisten: Konzept entwickeln, Botschaften schärfen, langfristigen Nutzen sichern – und damit eine positive Referenz schaffen, die dich langfristig weiterbringt.
Der Punkt ist: Wenn du zu viel Zeit in Kundinnen steckst, die nur „umsetzen“ wollen, aber nicht bereit sind für die strategische Zusammenarbeit, kostet dich das Energie, Zeit und Fokus, ohne dass du wirklich wachsen kannst.
Das Problem ist nicht das Projekt.
Das Problem ist das Mindset dahinter.
5. Halten dich von deinen Zielen ab
Statt an deinem Business zu arbeiten, arbeitest du im Notfall-Modus.
Statt zu wachsen, hängst du in Kleinkram.
Statt Fokus, hast du Chaos.
6. Lassen dich zweifeln
Weil die Ergebnisse nicht gut werden – nicht, weil du unfähig bist, sondern weil die Basis nicht stimmt.
Und dann meldet sich vielleicht sogar diese leise Stimme:
„Vielleicht liege ich ja falsch… vielleicht bin ich einfach nicht gut genug?“ – und plötzlich stellst du alles infrage, inklusive dich selbst.
Fazit: Falsche Kundinnen bremsen dein Wachstum
Nicht, weil sie „böse“ sind.
Sondern, weil sie nicht zu dir passen.
Sie ziehen Energie, Zeit, Fokus – und hindern dich daran, das zu tun, wofür du eigentlich losgegangen bist.
Der erste Schritt ist zu erkennen, wer nicht zu dir passt.
Der zweite Schritt ist zu verstehen, warum du sie anziehst.
Genau darum geht es in unserem nächsten Blogbeitrag:
Warum wir falsche Kundinnen anziehen – und wie du das sofort änderst!




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